Jella Haase Biografie, Karriere und Leben im Überblick

Jella Haase

Jella Haase gehört zu den markantesten Schauspielerinnen ihrer Generation im deutschen Film und Fernsehen. Einem breiten Publikum wurde sie vor allem als Chantal in der erfolgreichen „Fack ju Göhte“-Reihe bekannt. Mit der Netflix-Serie „Kleo“ zeigte sie später eine völlig andere Seite ihres schauspielerischen Könnens und erreichte auch international ein größeres Publikum.

Ihre Laufbahn begann jedoch lange vor diesen bekannten Rollen. Bereits als Jugendliche sammelte Jella Haase Erfahrungen auf der Bühne und vor der Kamera. Seit ihrem Debüt hat sie in Komödien, Dramen, Fernsehproduktionen und internationalen Streaming-Produktionen mitgewirkt.

Biography Table

MerkmalInformation
Full NameJella Haase
Date of Birth26. Oktober 1992
Age33 Jahre (Stand: August 2026)
BirthplaceBerlin-Kreuzberg, Deutschland
NationalityDeutsch
ProfessionSchauspielerin
EducationAbitur 2013; keine klassische Schauspielausbildung
Years ActiveSeit 2009
Known For„Fack ju Göhte“, „Kleo“, „Kriegerin“, „Berlin Alexanderplatz“
Major AchievementsBayerischer Filmpreis, Günter-Strack-Fernsehpreis, Deutscher Filmpreis, Deutscher Fernsehpreis und weitere Auszeichnungen

Jella Haase: Frühes Leben und Einstieg in die Schauspielerei

Jella Haase wurde 1992 in Berlin-Kreuzberg geboren und wuchs dort auf. Schon als Kind interessierte sie sich für das Theaterspielen und sammelte früh Bühnenerfahrung. Anders als viele Schauspielerinnen und Schauspieler ihrer Generation absolvierte sie später keine klassische Schauspielausbildung an einer Schauspielschule.

Während ihrer Schulzeit entwickelte sich aus dem frühen Interesse zunehmend ein konkreter beruflicher Weg. 2009 stand Haase erstmals für den Kurzfilm „Der letzte Rest“ vor der Kamera. Im selben Zeitraum folgten weitere Fernsehrollen, darunter Auftritte in der Krimireihe „Polizeiruf 110“.

Parallel dazu blieb ihre schulische Ausbildung nicht auf der Strecke. 2013 machte sie ihr Abitur. Ihr Weg zeigt damit, dass ihre Schauspielkarriere bereits während der Jugend begann und sich Schritt für Schritt entwickelte.

Erste Rollen im Fernsehen

Zu den frühen Produktionen von Jella Haase zählen unter anderem „Mama kommt!“, „Polizeiruf 110“ und die experimentelle Miniserie „Alpha 0.7 – Der Feind in dir“. Diese frühen Auftritte gaben ihr die Möglichkeit, unterschiedliche Figuren zu spielen und Erfahrungen in verschiedenen Formaten zu sammeln.

Gerade die Vielfalt dieser frühen Rollen war für ihre weitere Laufbahn wichtig. Haase wurde nicht von Anfang an auf ein bestimmtes Genre festgelegt. Stattdessen konnte sie bereits früh zeigen, dass sie sowohl dramatische als auch komödiantische Figuren überzeugend darstellen kann.

Der Durchbruch mit „Kriegerin“ und „Lollipop Monster“

Ein wichtiger Schritt in der Karriere von Jella Haase folgte 2011. In „Lollipop Monster“ übernahm sie eine zentrale Rolle. Ebenfalls 2011 beziehungsweise im darauffolgenden Kinojahr war sie in David Wnendts „Kriegerin“ zu sehen. Der Film beschäftigte sich mit dem rechtsextremen Milieu und verlangte von den beteiligten Schauspielerinnen eine intensive Darstellung.

Für ihre Leistungen in „Lollipop Monster“ und „Kriegerin“ wurde Haase mit dem Bayerischen Filmpreis als beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet. Damit erhielt ihre noch junge Karriere früh eine bedeutende Anerkennung.

Diese Phase ist besonders interessant, weil sie zeigt, dass Jella Haase nicht ausschließlich über leichte Unterhaltungsrollen bekannt wurde. Bereits vor ihrem großen kommerziellen Erfolg überzeugte sie in anspruchsvolleren Stoffen.

Jella Haase als Chantal in „Fack ju Göhte“

Für viele Zuschauer ist Jella Haase bis heute untrennbar mit Chantal Ackermann verbunden. 2013 spielte sie die Schülerin erstmals in Bora Dağtekins Komödie „Fack ju Göhte“.

Die Figur war lautstark, selbstbewusst und bewusst überzeichnet. Haase verlieh Chantal jedoch eine eigene Persönlichkeit, wodurch die Rolle zu einer der bekanntesten Figuren der deutschen Filmkomödie wurde.

Der Erfolg des Films machte Jella Haase einem breiten Publikum bekannt. Sie kehrte anschließend in „Fack ju Göhte 2“ und „Fack ju Göhte 3“ in die Rolle zurück. Auch viele Jahre später spielte sie Chantal erneut im Spin-off „Chantal im Märchenland“ von 2024.

Warum Chantal für ihre Karriere wichtig war

Die Rolle hatte für Jella Haase zwei Seiten: Einerseits brachte sie enorme Bekanntheit, andererseits hätte eine derart populäre Figur leicht zu einer dauerhaften Festlegung auf Komödien führen können.

Haase schlug jedoch einen anderen Weg ein. Neben populären Produktionen übernahm sie weiterhin dramatische und charakterorientierte Rollen. Dadurch konnte sie ihr Profil als vielseitige Schauspielerin erweitern.

Weitere wichtige Filme und Rollen

Nach dem Erfolg von „Fack ju Göhte“ blieb Jella Haase nicht ausschließlich dem Mainstream-Kino treu. Sie arbeitete weiterhin an unterschiedlichen Filmprojekten und übernahm Rollen mit sehr verschiedenen Anforderungen.

Zu den bemerkenswerten Produktionen ihrer Filmografie gehören:

  • „Kriegerin“
  • „Lollipop Monster“
  • „Fack ju Göhte“
  • „Fack ju Göhte 2“
  • „Fack ju Göhte 3“
  • „Berlin Alexanderplatz“
  • „Kokon“
  • „Lieber Thomas“
  • „Chantal im Märchenland“
  • „#SchwarzeSchafe“

Auch im Bereich Synchron- und Animationsarbeit war Haase aktiv. Ihre Filmografie umfasst damit deutlich mehr als die beiden besonders bekannten Figuren Chantal und Kleo.

Jella Haase in „Berlin Alexanderplatz“

Eine wichtige Station ihrer späteren Filmkarriere war „Berlin Alexanderplatz“ aus dem Jahr 2020. In Burhan Qurbanis Neuinterpretation des Romans spielte Haase die Figur Mieze.

Der Film bewegte sich deutlich im Bereich des anspruchsvollen deutschen Autorenkinos. Für ihre Darstellung erhielt Jella Haase eine Nominierung für den Deutschen Filmpreis in der Kategorie Beste weibliche Nebenrolle.

Die Rolle unterstrich erneut ihre Fähigkeit, auch in ernsten und komplexen Stoffen zu arbeiten.

„Lieber Thomas“ und der Deutsche Filmpreis

2021 war Jella Haase in dem Film „Lieber Thomas“ von Andreas Kleinert zu sehen. Sie spielte die Rolle der Katarina.

Für ihre Leistung erhielt sie 2022 erstmals den Deutschen Filmpreis. Die Auszeichnung stellte einen weiteren wichtigen Höhepunkt ihrer bisherigen Karriere dar.

Der Erfolg von „Lieber Thomas“ ist auch deshalb relevant, weil er Jella Haases Entwicklung von der vielbeachteten Nachwuchsschauspielerin zu einer etablierten Darstellerin des deutschen Kinos verdeutlicht.

„Kleo“: Eine neue Seite von Jella Haase

Eine der prägendsten Rollen ihrer jüngeren Karriere übernahm Jella Haase in der Netflix-Serie „Kleo“.

Die Serie spielt mit historischen und fiktionalen Elementen und erzählt die Geschichte der ehemaligen DDR-Agentin Kleo Straub. Haase verkörpert die Titelfigur und trägt die Serie über weite Strecken selbst.

Die Rolle unterschied sich deutlich von Chantal. Statt einer komödiantischen Schülerin spielte Haase eine komplexe Hauptfigur, die zwischen Action, schwarzem Humor, Drama und Spionagegeschichte bewegt wird.

„Kleo“ wurde zu einem wichtigen Schritt für ihre internationale Wahrnehmung. Für ihre Darstellung erhielt Haase weitere bedeutende Auszeichnungen, darunter den Deutschen Fernsehpreis als beste Schauspielerin.

„Kleo“ und die zweite Staffel

Die erste Staffel erschien 2022. 2024 folgte die zweite Staffel, in der Haase erneut die Titelrolle übernahm. Ihre Filmografie zeigt damit auch, dass sie nicht nur im Kino, sondern zunehmend in hochwertigen Serienproduktionen präsent ist.

Die Entwicklung von Chantal zu Kleo ist dabei besonders bemerkenswert: Beide Figuren könnten kaum unterschiedlicher sein. Genau diese Spannbreite gehört zu den interessantesten Aspekten von Jella Haases Schauspielkarriere.

Auszeichnungen und Anerkennung

Jella Haase hat im Laufe ihrer Karriere mehrere wichtige Auszeichnungen und Nominierungen erhalten. Zu den besonders erwähnenswerten Stationen gehören:

JahrAuszeichnung bzw. AnerkennungZusammenhang
2012Bayerischer FilmpreisBeste Nachwuchsdarstellerin für „Lollipop Monster“ und „Kriegerin“
2013Günter-Strack-FernsehpreisDarstellung in „Tatort – Puppenspieler“
2014Nominierung Deutscher Filmpreis„Fack ju Göhte“
2016European Shooting StarBerlinale
2020Nominierung Deutscher Filmpreis„Berlin Alexanderplatz“
2022Deutscher Filmpreis„Lieber Thomas“
2023Deutscher Fernsehpreis„Kleo“

Die einzelnen Auszeichnungen zeigen, dass Haases Arbeit sowohl im populären Kino als auch im anspruchsvolleren Film- und Fernsehbereich Anerkennung gefunden hat.

Jella Haase als vielseitige Schauspielerin

Die Karriere von Jella Haase lässt sich nicht auf einen einzigen Erfolg reduzieren. Gerade ihre unterschiedlichen Rollen machen ihre Laufbahn interessant.

Ihre Filmografie reicht von:

  1. Komödien – etwa der „Fack ju Göhte“-Reihe
  2. Dramen – beispielsweise „Kriegerin“ und „Lieber Thomas“
  3. Anspruchsvollem Autorenkino – unter anderem „Berlin Alexanderplatz“
  4. Serienproduktionen – insbesondere „Kleo“
  5. Kinder- und Familienfilmen
  6. Synchron- und Sprecherrollen

Diese Bandbreite hat dazu beigetragen, dass Jella Haase nicht ausschließlich als Komödiendarstellerin wahrgenommen wird.

Jella Haase heute und aktuelle Projekte

Auch 2026 bleibt Jella Haase als Schauspielerin aktiv. In ihrer aktuellen Filmografie finden sich unter anderem Projekte wie „Gentle Monster“, „Der perfekte Urlaub“ und „Die Jahre mit dir“. Darüber hinaus ist sie in weiteren Produktionen aus Film und Fernsehen vertreten.

Damit setzt sich ein Muster fort, das ihre Karriere schon seit den frühen Jahren prägt: Sie bewegt sich zwischen unterschiedlichen Genres und nutzt neue Rollen, um ihr schauspielerisches Spektrum zu erweitern.

Privatleben und Wohnort

Jella Haase hält große Teile ihres Privatlebens bewusst aus der Öffentlichkeit heraus. Öffentlich bekannt ist, dass sie in Berlin lebt.

Im Mittelpunkt ihrer öffentlichen Präsenz stehen daher überwiegend ihre Filme, Serien, Interviews und beruflichen Projekte. Bei Informationen über Beziehungen oder andere private Details ist es sinnvoll, zwischen bestätigten Angaben und Medienberichten zu unterscheiden.

Was macht Jella Haase besonders?

Ein wesentlicher Faktor ihrer Karriere ist die Fähigkeit, sehr unterschiedliche Figuren glaubwürdig zu verkörpern. Die Entwicklung von der Nachwuchsdarstellerin in „Kriegerin“ über die Kultfigur Chantal bis hin zur Titelheldin von „Kleo“ verdeutlicht diese Bandbreite.

Dabei profitiert sie von einem Spiel, das sowohl komödiantische Präsenz als auch dramatische Intensität zulässt. Ihre Karriere ist deshalb ein gutes Beispiel dafür, wie eine Schauspielerin eine besonders bekannte Rolle nutzen kann, ohne sich dauerhaft auf diese Figur festlegen zu lassen.

Frequently Asked Questions

Wie alt ist Jella Haase?

Jella Haase wurde am 26. Oktober 1992 geboren. Im August 2026 ist sie 33 Jahre alt.

Wo wurde Jella Haase geboren?

Jella Haase wurde in Berlin-Kreuzberg geboren und wuchs dort auf.

Wofür ist Jella Haase besonders bekannt?

Besonders bekannt wurde sie als Chantal Ackermann in der „Fack ju Göhte“-Reihe. Später feierte sie mit der Netflix-Serie „Kleo“ einen weiteren großen Erfolg.

Hat Jella Haase eine Schauspielausbildung?

Nein. Sie besuchte keine klassische Schauspielschule. Ihre ersten Erfahrungen sammelte sie bereits als Kind beim Theaterspielen und anschließend vor der Kamera.

In welchen Filmen spielt Jella Haase mit?

Zu ihren bekannten Filmen gehören unter anderem „Lollipop Monster“, „Kriegerin“, „Fack ju Göhte“, „Berlin Alexanderplatz“, „Lieber Thomas“ und „Chantal im Märchenland“.

Welche Rolle spielt Jella Haase in „Kleo“?

In „Kleo“ übernimmt Jella Haase die Titelrolle der Kleo Straub, einer ehemaligen DDR-Agentin. Die Serie verbindet Elemente aus Spionage, Action, Drama und schwarzem Humor.

Hat Jella Haase einen Deutschen Filmpreis gewonnen?

Ja. Jella Haase gewann 2022 den Deutschen Filmpreis für ihre Leistung in „Lieber Thomas“.

Wo lebt Jella Haase?

Jella Haase lebt in Berlin.

Conclusion

Jella Haase hat sich von einer jungen Schauspielerin mit ersten Theater- und Fernsehrollen zu einer vielseitigen und mehrfach ausgezeichneten Darstellerin entwickelt. Der große Publikumserfolg als Chantal in „Fack ju Göhte“ machte sie deutschlandweit bekannt, doch ihre Karriere ging weit darüber hinaus.

Mit Produktionen wie „Kriegerin“, „Berlin Alexanderplatz“ und „Lieber Thomas“ bewies sie ihre Stärke in anspruchsvollen Filmrollen. „Kleo“ eröffnete ihr wiederum eine besonders prägnante Serienrolle und machte ihre Vielseitigkeit einem noch größeren Publikum zugänglich.

Wer die Karriere von Jella Haase betrachtet, erkennt deshalb vor allem eine kontinuierliche Entwicklung: Sie nutzt unterschiedliche Genres und Figuren, um ihr schauspielerisches Profil immer wieder neu zu zeigen. Genau diese Mischung aus populären Erfolgen, anspruchsvollen Rollen und bemerkenswerter Vielseitigkeit macht ihren bisherigen Weg zu einer der interessanteren Schauspielkarrieren im deutschen Film und Fernsehen.

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